and the night.......

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(Diese Geschichte handelt von zwei Männern, deren Gedankengänge in zwei wechselnden Perspektiven erzählt wird. Sie handelt ausschließlich von Männern. Dem ersten männlich Erzähle rund dem zweiten.)


Ich schaue noch einmal auf meine Fahrkarte. Soll ich wirklich? Ich überlege schon so lange, aber die Zeit sitzt mir im Nacken, ich sollte mich langsam entscheiden. Ich möchte nicht weg, aber ich kann nicht hier bleiben. Hier. Bei dir. Ich möchte nicht weg von dir, aber wer weiß, ob du mich überhaupt hier haben willst? Wahrscheinlich ist es besser, wenn ich fahre, besser für uns beide. Verdammt, warum versuche ich immer alles richtig machen zu wollen, es allen recht zu machen? Ich bin nicht schuld, ich muss nicht fahren. Es war deine Schuld. Du hast angefangen, mich in deinen Bann gezogen und fallen lassen, wie eine heiße Kartoffel. Mich so ausgenutzt, benutzt, um deinen Spaß zu haben.
''Ohne Rücksicht auf Verluste.'' , hast du gesagt, ''So soll man durchs Leben gehen, und wird nicht verletzt.'' , hast du gesagt.
''Aber was, wenn du vorher verletzt wirst, was dann?'', antwortete ich. Du winktest ab. Du hast dich nie großartig um andere gekümmert. Warst nicht auf die große Liebe aus. Das wusste ich. Trotzdem hatte ich mich auf dich eingelassen. Wie naiv ich doch war und jetzt ist es zu spät. Ich kann dir nicht mehr entkommen. Ich gehöre dir. Voll und ganz, aber du, du willst mich nicht haben. Hast es nie gewollt. Aber ich kann dem ein Ende setzten. Noch kann ich es, solange ich die Kraft dazu habe oder zumindest diese Fahrkarte.
Ich schaue auf die große rote Uhr am Bahnhof. Sie zeig kurz nach 22 Uhr. Wie oft stand ich hier schon und orientierte mich an ihr, wenn ich nach Hause fuhr von dir. Nach einer durchzechten Nacht. Damals noch auf der Suche nach hübschen Frauen, die mir den Abend verschönern würden. Ich habe mit so vielen Frauen geschlafen, ohne glücklich zu sein. Ich war mit so vielen Frauen zusammen und erst jetzt merke ich, dass ich noch nie glücklich war. Wie konnte ich nur so blind sein und nicht merken, dass mein großes Glück stets an meiner Seite war. Als Freund. Immer für mich da, egal was es war, du hast zu mir gestanden. Jetzt muss ich dafür büßen. Ich habe es eigentlich verdient, nun von dir abgestoßen zu werden. Jedoch kann ich eines nicht verstehen. Egal wie ich es drehe, es will mir nicht in den Sinn. Ich wusste ja, dass du zu Männern immer hingezogener warst, als zu Frauen, schon sehr früh hattest du dein ' wahres Ich ' gefunden und hast nie ein Geheimnis daraus gemacht. Du hast immer dazu gestanden. Egal was über dich gesagt wurde, du standest drüber. All dein Selbstvertrauen faszinierte mich. Du fasziniertest mich. Ich war so begeistert von dir, deiner Art und allem, was wir durchgemacht hatten zusammen, dass es mir nie in den Sinn kam, ob ich mehr für dich empfinden würde, als nur Freundschaft. Aber auf einen Schlag änderte sich alles. Nicht nur meine Gefühle dir gegenüber, sondern auch alles, was ich war, geglaubt hatte zu sein, wurde in Frage gestellt an diesem einen Abend. Der Abend, den ich meine, liegt schon zwei Monate zurück, aber ich erinnere mich an alles so genau. An die Worte, die du sagtest, die Gesten, die du machtest, die Blicke, die du mir schenktest, an den Geruch deiner Haare, einfach an alles. Und nicht zuletzt an den Geschmack deiner Lippen, als sie die meinigen zum ersten Mal trafen. Du schmecktest erfrischend, hattest noch den Geschmack von deinem Zitroneneis auf deiner Zunge. Mich durchfuhr ein leichter Schauer und ich bekam Gänsehaut. Du bemerktest dies und lächeltest leicht in unseren Kuss hinein. Nachdem unsere Lippen sich wieder leicht lösten, wurde mir zum ersten Mal klar, dass es in meinem Leben immer nur dich gegeben hat und nur geben würde. Egal was du gesagt hättest, in dem Augenblick wäre ich dir bis ans Ende der Welt gefolgt.
Es hätte so schön werden können, warum muss es hier enden?
Ich spüre, wie etwas nasses meine Wangen runterrollt. Leise und ohne groß Aufsehen zu erregen. Niemand war auf diesem Bahngleis, dennoch traute ich mich nicht die Tränen wegzuwischen. Sie erschienen mir wie das Letzte, was mich noch an dir hielt und sie wegzuwischen wäre wie dich aus meinem Leben haben zu wollen. Und nein das war das Letzte, was ich jetzt wollte.


Zur gleichen Zeit an einem anderen Ort:

,,Ey hörst du mir eigentlich noch zu?'' Ihre Stimme traf mich wie ein Blitz. Was sie gerade gesagt hatte, hatte mich total überwältigt. Kann es sein? Kann das wirklich sein? O bitte, bitte alles, was mir heilig ist, lass das nicht wahr sein. Lass sie jetzt laut auflachen und sagen, dass es nur ein dummer Scherz war. Ein schlechter, dummer Scherz.
Ich hätte es wissen müssen. Schon als ich ihn das letzte Mal versucht hatte zu erreichen, hätte ich es wissen müssen. Wie konnte ich nur ein solches Arschloch sein. Es war doch niemals meine Absicht, mich zu verlieben, weil ich nicht wollte, dass mich jemand verletzt. Und jetzt? Jetzt war ich dieses Arschloch, dass ihn verletzt hat. Ich bin so egoistisch. Ich hätte ihm zeigen sollen, dass ich mehr als nur interessiert bin. Immerhin habe ich den ersten Schritt gewagt, ihn geküsst, ihn verführt. Ich war doch so glücklich. Warum hab ich nicht gesehen, dass er mich braucht? Dass ich ihn brauche? Wohlmöglich habe ich ihn jetzt verloren. Für immer. Nein, das darf nicht sein, das kann nicht sein.
,,Aber wo ist er jetzt? Sag mir, wo er ist. Sag es mir... Bitte.'' unkontrolliert laufe ich ein paar zittrige Schritte auf sie zu.
,,Das werd ich dir nicht sagen. Er will nicht, dass du ihm folgst. Er will dich nicht mehr sehen!'' ihre Stimme ist unsicher. Sie weicht zurück. Sie steht mit dem Rücken zur Tür.
,,Aber wenn er mich nicht sehen will...'', zaghafte Worte kommen über meine Lippen, ,,Warum bist du dann hier? Warum kommst du als seine einzige Vertrauensperson, dann zu mir und erzählst mir all das?''
Sie dreht ihren Kopf und schaut zu Boden. Stille umgibt uns. Einen Moment lang höre ich das ängstliche, panische Pochen meines Herzens. Langsam laufe ich auf sie zu, schleiche fast tonlos, bis ich vor ihr stehen bleibe. Sie schaut mich immer noch nicht an. Starrt vor sich hin. Ich lege meine Hand ganz vorsichtig auf ihre Schulter und lasse sie dort ruhen. Scharf zieht sie die Luft ein und hebt dann ihren Kopf. Schaut mir direkt in die Augen. Sie weint... wieder bricht Stille über uns ein. Und dann, zwischen Tränen und Unentschlossenheit fängt sie an.
,, .... Ich..... Ich mache mir Sorgen....'' , ich beherrsche mich, sage nichts. Lasse sie ihre Gedankengänge ordnen. ,, .... und ich dachte.... ich dachte, wenn du weißt, was los ist, dass du mir dann hilfst....''
Ich beantwortete ihre indirekte Frage mit einem Nicken. Er braucht mich. Jetzt muss ich ihm zeigen, was er mir bedeutet. Ich muss einfach. Ich muss.
,, Wo ist er?''
,, Er ist am Bahnhof.'' Kein Stottern, kein sinnloses Drumherumreden. Einfach direkt.
Entschlossen nicke ich noch einmal. Greife fest an meine Jacke. Ohne ein Wort laufe ich an ihr vorbei Richtung Treppe. Lasse sie dort stehen, ich weiß, sie wird warten. Er bedeutet ihr soviel wie mir.


Am Bahnhof:

Ich ziehe meine Jacke etwas enger. Es ist kalt. Schon eine halbe Stunde stehe ich hier. Mein Zug müsste bald kommen. Ob du weißt, dass ich hier bin? Nein, woher auch. Ich habe nichts gesagt. Bin einfach gegangen. Wie feige. Nur Ana weiß, wo ich bin, aber sie würde dir nichts sagen. Ich wollte es so. Aber wenn ich es wollte, warum wünsche ich mir, dass du hierher kommst, um mich aufzuhalten? Ich lache einmal leise auf. Es ist nicht dieses normale Lachen, es ist dieses verzweifelte Lachen.
Meine Knie fangen an zu bibbern. Es ist eine verdammt kalte Nacht. Ich laufe zu einer Sitzbank und kauere mich zusammen, verfalle wieder meinen Gedanken und Erinnerungen. Ich weiß nicht, ob das was ich mache das Richtige ist, aber zumindest das Vernünftigere. Bestimmt werde ich mich wieder verlieben. In jemanden, der meiner Liebe wert ist, der sie zu schätzen weiß und sie erwidern wird. Dabei dachte ich immer du hättest sie erwidert. Wie man sich in Menschen irren kann. Deine Augen schienen etwas anderes zu sagen als dein Herz, oder war deine Zunge diejenige, die falsch spielte? Ich weiß es nicht, ich bin viel zu verwirrt, um dies zu beurteilen. Sollte ich dich anrufen? Nein, sonst weißt du, dass ich hier bin und unternimmst noch etwas Dummes. Vielleicht wenn ich angekommen bin? Ja, vielleicht sollte ich das, die Fairness verlangt es. Ich bin kein Arschloch. Er ist eins - schoss es mir durch den Kopf. Nein, du bist keins. Ich schüttelte schnell den Kopf, wie ein kleines Kind in dem Glauben, dass das etwas ändern würde. Ach was macht das jetzt schon aus. Ich werde fahren. Ich steige heute Nacht in diesen Zug und fahre weg. Weit weg. Von dir und somit von allem, was ich liebe. Seit zehn Minuten starre ich völlig ruhig auf meinen Schuh. Ich bin müde. Die Enttäuschung der letzten Tage macht sich bemerkbar...


Auf dem weg zum Taxi:

Das kann nicht sein, das ist nicht wahr. Warum verlässt du mich und lässt mich hier so tückisch zurück? Das ist doch normalerweise nicht deine Art. Du läufst nicht vor Problemen weg. Du bist stark, du stellst dich ihnen.
Verwirrt laufe ich durch die Gegend. Da. Endlich. Ein Taxi. Ich renne auf das gelbe Vehicle zu so schnell ich kann.
,,Zum Bahnhof bitte. Schnell.’’ Der Fahrer fuhr los und befolgte mein Befehl. Ob es wirklich an mir liegt? War ich so gefühlskalt in der vergangenen Zeit? Ich gebe zu, ich habe mich wenig um ihn gekümmert - als Kumpel und als Lebensgefährte. Ja sie hat Recht und ich kann es ihm nicht mal verübeln, dass er mich verlassen will, aber ich darf nicht kampflos aufgeben…. Ich…. Ich liebe ihn. Ja verdammt, ich liebe meinen besten Freund. Ich habe mich nie für meine Beziehungen geschämt und auch nicht für meine Partner und ich hatte diesbezüglich nie Probleme. Ich glaubte immer eine starke Person zu sein und ich war es, auch als ich bemerkte, dass ich mich in dich verliebt hatte, stellte ich unsere Freundschaft aufs Spiel. Ohne großartig lang darüber nachzudenken, küsste ich dich. Verdammt, du bist nicht einer dieser Typen, die ich einfach abgeschleppt hatte aus Spaß an der Freude, du bist mir wichtig. Sehr sogar…
,,Das macht dann 7,80 Euro.’’ Schnell schmeiße ich dem Fahrer 10 Euro hin, rufe noch ein ‚Passt schon’ hinterher und steige aus. Die Große Eingangshalle. O bitte, sei noch da….


Gleis 13:

Ein lautes Quietschen weckt mich wieder auf. Ich muss wohl eingenickt sein. Ich schaue schnell auf die Anzeigetafel. Meine Befürchtung wurde bestätigt. Jetzt ist es wohl soweit. Der Moment ist gekommen, an dem ich alles hinter mir lasse. Mein Zug ist endlich da.
Ich greife noch schnell in meine Hosentasche, in der ich das Ticket verstaut hatte. Ich muss es einmal fest drücken, um mir klar zu werden, dass es da ist. Die Türen öffnen sich, es ist laut, aber ich nehme nur vereinzelte Geräusche war, mein Herz fängt nun plötzlich an zu pochen, sehr schnell. Ich war noch nie für längere Zeit von dir getrennt und jetzt hatte ich mich entschieden, dich für immer zu verlassen…..
Ich zweifle wieder.
Nein. Ich mach jetzt keinen Rückzieher. Ich schaff das.
Ich stehe auf. Nur langsam setzte ich einen Fuß vor den anderen. Allmählich nähere ich mich meinem Tor in ein anderes Leben, ein anderes Ich. Ein Ich ohne dich. Vielleicht sogar für immer.


Auf dem Weg ins Ungewisse:

Nein verdammt, ich höre einen Zug einrollen. Sicherlich ist es deiner. Panik steigt in mir auf. Ich muss schnell hoch, aber auf welchem Gleis bist du? Ana hat mir nichts gesagt. Nein, das kann nicht sein. Nicht hier. Ich bin schon so weit. Ich kann doch nicht hier scheitern…. Langsam reagiere ich aus dem Affekt. Oke. Ruhig bleiben ist im Moment nicht drin. Logisch denken- auch nicht. Aber Moment, dort kommen Menschen die Treppe herunter. Dort muss es sein. Dort muss der Zug gehalten haben. Ich denke nicht lange drüber nach, renne nur zu der Treppe und hoch zu dem Gleis. Gleis 13.


Bereits im Zug:

So. Ich bin nun drin. Ich hatte es gewagt und setzte mich nun an einen Platz am Fenster, nachdem ich meine Sachen in dem Fach über mir verstaut habe. Nicht viel habe ich mitgenommen. Nur ein Paar Shirts und Hosen und natürlich die kleinen Dinge, die man braucht fürs tägliche Überleben, sprich Zahnbürste und co. Der Rest bleibt in der Wohnung. Alles, was ich sonst noch hätte mitnehmen können würde mich nur überflüssig an dich erinnern. Alles bis auf das eine kleine Foto in meinem Portemonnaie. Mit uns beiden. Ein altes. Noch vor all dem, was passiert war, zwischen uns. Ich mag es. Ich mochte es immer. Es ist schlicht und wir wirken trotzdem glücklich darauf. Vor allem dein Lächeln ist wundervoll. So ehrlich. Du wirst mir fehlen. Ich merke es jetzt schon, aber nur so wirst du glücklich und ich nicht verletzt.
Ein leichtes Rütteln holt mich zurück. Ich lege das Foto wieder weg. Der Zug fährt los.


Am Ziel:

Völlig fertig komme ich oben an. Da. Ich bin richtig. Da ist der Zug, aber wo bist du? Nein, doch nicht schon eingestiegen! Ich muss mit dir reden. Dir sagen, wie viel du mir bedeutest. Dich hier halten. Hier bei mir. Du darfst nicht wegfahren. Ohne dich kann ich nicht mehr. Es tut mir so leid, dass ich das erst jetzt bemerkt habe.
Ich drehe mein Kopf von links nach rechts und von rechts nach links. In alle Richtungen, aber keine Menschensseele ist zu sehen. Auch du nicht. Ein Pfeifen. Ich drehe mich um. Der Zug. Er fährt los. Nein.
Ich laufe zu ihm. Er bewegt sich noch langsam.
Deine grüne Jacke. Ich sehe sie ganz deutlich. Du bist im Zug. Du bist schon drin.
Augenblicklich schießen mir Tränen in die Augen. Unkoordiniert laufe ich auf dein Fenster zu, doch ich bin zu langsam. Ich rufe. Schrei deinen Namen. Doch die Fenster sind zu dick. Du hörst es nicht. Ich laufe. Renne dem Zug hinterher, aber du bewegst dich nicht. Schaust nur gerade aus.
Dreh dich um, verdammt, dreh dich um.
Ich bin zu langsam. Der Zug fährt an mir vorbei. Ich bleibe zurück. Allein. Breche zusammen am Ende des Gleises. Ich weine, heule, schreie immer wieder deinen Namen, immer und immer wieder.
Naives Denken überflutet mich. Die Tränen laufen unaufhaltsam in Bächen meine Wangen herunter. Bahnen sich ihren Weg ins Ungewisse.
Ein Windstoß. Ich spüre weder Kälte noch Wärme. Alle Gefühle sind im Moment gestorben. Nur tiefe Trauer und Schmerz und die Gewissheit, dass ich dich endgültig verloren habe. Für immer…


Im Zug:

Du kamst nicht… Ich wusste es. Dennoch hatte ich diese kleine Hoffnung dir würde irgendetwas an mir liegen.
Erneut wurden meine Augen feucht, aber diesmal war es nur eine Träne, die sich ihren Weg erkämpfte. Eine einzige. Die Letzte. Für dich…


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